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LEX PREUßENBLUT

Lex Preußenblut

Sieger- Auslese 1946 ( SV und VDH ) Vater von vielen VA- Rüden und VA- Hündinnen ( u.a. Vater von VA- Rüden Rolf vom Osnabrücker Land, VA- Hündin Reina vom Osnabrücker Land und VA- Hündin Rena vom Osnabrücker Land). Als direkter Vererber, sowie als Zuchtahne nach dem zweiten Weltkrieg wurde Lex zum Stammvater von über 80% der weltbesten Zuchttiere der Zucht Deutscher Schäferhunde. Lex- Nachkommen errangen auf allen Erdteilen internationale Champion- und Siegertitel. Es gibt heute in 58 Mitgliedsnationen des SV und WUSV kaum ein Zuchttier, das nicht Lex oder seine Schwester Lende in der Vater- und/ oder Mutterlinie als Urahnen führt.




Lex Preußenblut wurde von Neidern vergiftet

Lex wurde nur vier Jahre alt. Er war bereits zweijährig als Siegerauslese- Hund gekürt und sollte für die damals astronomische Summe von 36.000 US- Dollar an die Rockefeller- Nichte Geraldine Dodge verkauft werden. Lex verendete jämmerlich; nachdem ihm vermutlich Arsen in den Zwinger geworfen worden war. Damals befand sich der Zwinger Preußenblut im Haus Waldfrieden auf der Berningshöhe in der Nähe der Gaststätte Fernblick. 1954 siedelte die Zucht- und Schulungsstätte für Deutsche Schäferhunde in den Außenbereich nach Lüstringen, wo ihn die Bebauung längst wieder eingeholt hat.


 

Karl Dettmer mit Sato, Lex (Mitte) und Lende Siegerzuchtgruppe Hamburg 1946 und VDH 1948 mit Junghundsieger Sato, Siegerauslese VA Lex und VA Lende Preußenblut.

 

Daß der Hund die letzten Kriegsmonate überlebte, ist der besonderen Zuwendung von Betty Dettmer zu verdanken, die u.a. auch Lex bei Bombenangriffen mit in den Bunker nahm und die Zucht vor dem Zugriff der Nazis schützte, während Karl Dettmer an der Front war. Bei einem Angriff hatten Brandbomben die Zwinger getroffen.


 

Betty Dettmer mit Zuchthündin und einen Wurf

 

Der Giftanschlag auf Lex ging damals durch die Weltpresse. Selbst der Spiegel widmete dem Ausnahmehund aus Osnabrück einen Nachruf, in dem es u.a. hieß (...) Tierarzt Dr. Schneider spülte den Darm und konstatierte Vergiftungserscheinungen. Lentin- Injektionen und gebrannte Magnesia blieben erfolglos. Um 7 Uhr stand der fiebernde Lex zum letztenmal auf, stupste seinen Herrn mit der Schnauze und gab zu erkennen, daß er noch einmal draußen geführt werden wolle. Eine halbe Stunde später war Lex tot.





 

Lex Preußenblut

 

„Trotz seines frühen Todes wurde Lex durch seine außergewöhnliche Vererbungskraft zum Stammvater der weltbesten Schäferhunde nach dem Kriege, und das seit 50 Jahren bis zum heutigen Tag“; schreibt Dietrich-Wilhelm Dettmer, 1954 geborener Sohn des Preußenblut- Vaters Karl Dettmer, der 1965 starb.
Die Nachkommen dieses von ihm und meiner Mutter gezüchteten Hundes machten den Deutschen Schäferhund weltweit zur beliebtesten und häufigsten Hunderasse. Lex- Nachkommen wurden in 43 Länder der Erde verkauft und erreichten in allen Erdteilen Weltsieger- und internationale Championtitel. Auch heute, 15 Generationen nach Lex, kommen ca. 80% der weltbesten Zuchtrüden aus der Nachkommenlinie von Lex.






 

Quendel Preußenblut mit Dietrich- Wilhelm Dettmer Er wuchs mit Schäferhunden auf: Dietrich-Wilhelm Dettmer (damals 11 Monate mit Quendel), der heutige Besitzer des Zwingers Preußenblut.

 

Im Übrigen begeht der Deutsche Schäferhund in diesem Jahr sein 100jähriges Jubiläum. Im April erschien das Jahrhundert-Heft „100 Jahre Deutscher Schäferhund“, in dem auch die Geschichte von Lex zu lesen steht.
Dettmer: „Im Jahre 1970 habe ich einen Lex- Nachkommen zu Erich-Maria Remarque nach Porto Ronco gebracht und dort bei ihm und seiner Frau Paulette Remarque-Goddard einige Tage verbringen können. Nach dem Tod meines Freundes „Eric“ Remarque kaufte seine Witwe noch Jahre später 2 weitere Hunde aus unserer Zucht für ihr Haus in Porto Ronco."


Osnabrücker Nachrichten (Original Zeitungsausschnitt)


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