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PAKISTANISCHER PRINZ BESUCHTE OSNABRÜCK |
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Kronprinz von Pakistan besucht Preußenblut
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Hundezüchter trafen sich/ Osnabrücker Rasseexemplare nach Pakistan/ Karl Dettmer fährt nach Indien Inkognito und damit unbemerkt von der Öffentlichkeit weilte gestern ein hoher Gast in der Hasestadt, nämlich Amed Hussian, der Prinz von Pakistan, dem Britischen Dominion in Vorderindien. Ohne jede Begleitung, mit einem Koffer in der Hand, kam er her. Sein Besuch galt nicht etwa der Regierung oder der Stadtverwaltung, sondern dem Besitzer der durch Zuchterfolge bekanntgewordenen Zucht- und Schulungsstätte für Dienstgebrauchshunde, Karl Dettmer. Aus dessen Zwinger hatte Amed Hussian vor zwei Jahren die beste Hündin erworben, die in der Zwischenzeit zweifacher Champion von Pakistan und Indien geworden ist. Das war dem als passionierten Züchter bekannten Prinzen Veranlassung, seinen damaligen Besuch in Osnabrück zu wiederholen.
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Der Aufenthalt Amed Hussians in unserer Stadt währte nur wenige Stunden. Er wohnte im Hotel am Wall. Außer den Bediensteten dürfte kaum jemand bemerkt haben, wer sich hinter diesem Hotelgast verbarg. Der Prinz von Pakistan ist 31 Jahre alt, von sympatischem Äußeren, verheiratet und hat zwei Kinder. Seiner Unterhaltung war zu entnehmen, daß die Grenzen in Vorderindien für Deutsche weit geöffnet sind, vor allem für Ingenieure und Wissenschaftler. Sein Vater ist, wie er, ein ausgesprochener Deutschenfreund. Am Tage vor der Abreise hatte er noch eine Unterredung mit dem Vertreter der deutschen Bundesregierung in Pakistan, dem Bruder des Frankfurter Bürgermeisters Dr. Kolb.
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Im Hotel am Wall nach seinen Osnabrücker Eindrücken befragt, meinte Amed Hussian: "Ja, ja, die Deutschen, die bauen zu schnell auf." Womit er sicherlich seine Anerkennung für den Wandel ausdrücken wollte, der sich nach seinem Besuch vor zwei Jahren vollzogen hat. Eine besondere Auszeichnung für die Zuchtstätte Karl Dettmers war nicht nur, daß Amed Hussian diesmal mehrere "Prachtexemplare" aus dem Zwinger Preußenblut erwarb, viel ehrender für den Besitzer war die Einladung und der Auftrag an ihm, in Pakistan sein Gast zu sein, die besten Rassehunde der Welt auszusuchen und sie der Armee dienstbar zu machen. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der Osnabrücker der verlockenden Einladung Folge leisten wird, zumal sämtliche Kosten, auch die der Überfahrt, von dem Gastgeber getragen werden. Von Osnabrück aus trat Amed Hussian die Weiterfahrt nach Bremen an, wo er mit Prinz Ferdinand von Preußen zusammentrifft, um dann nach London zu reisen, wo ihn seine Frau erwartet. Original Zeitungsausschnitt
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Der Herr im rotbraunen Sakko:
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Der Kronprinz von Pakistan in Osnabrück Als Hundefreund beim "Preußenblut"
Wer am Nachmittag gegen 18 Uhr auf dem Bahnsteig 1 des Hauptbahnhofs weilte, hat Zeuge eines nach außen hin alltäglichen Vorgangs werden können. Wie gesagt, nach außen hin. Da entstieg dem Hamburger D- Zug nach Köln ein nicht ganz schlanker Herr, schwarzhaarig, im rotbraunen Sakko und einer im Ton helleren Hose. Wer den salopp Gekleideten sah, schenkte ihm einen neugierigen Blick, aber es wäre niemanden eingefallen, den bronzefarbenen Herrn mit schwarzen Augen für den Kronprinz von Pakistan zu halten. Und doch war es so. Amed Hussian, Nawabschade von Pakistan. 32 Jahre alt, Sohn des Herrschers über 80 Millionen Moslems, stand auf dem Bahnsteig 1 des Hauptbahnhofs in Osnabrück, in der rechten Hand einen grauen Koffer, ohne Gefolge, ohne Chef des Protokolls, ohne Sekretär und Leibwache und ohne Geheimschutz, inkognito, zwar beachtet aber unerkannt.
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Neugierig war ich ein bißchen, denn es ist doch so: Es gibt nur noch wenige regierende Könige; die Chance, sie aufzutun und mit ihnen zu sprechen, ist geringer, und noch seltener die Gelegenheit, sich gänzlich unkonventionellvon ihnen die Hand auf die Schulter legen zu lassen und in Versuchung zu kommen, Gleiches mit Gleichen zu vergelten.
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Und dann stand der Kronprinz von Pakistan drei geschlagene Stunden auf einer Wiese auf der Berningshöhe und sah dem Training Deutscher Schäferhunde zu, kannte die Hälfte davon beim Namen, begutachtete Charakter und Figur, besuchte die Zwinger der Zuchttiere und Nachkommen und sagte, und man darf auf diese Worte stolz sein: "Ich kenne die Zwinger der Welt, aber in keinem Ort sah ich eine derartige Vielzahl hervorragendster Hunde."
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Den Bahnhof fand der Kronprinz stilvoll, die Straßenbahn (es war zu unserem Glück der neue Zug) modern und die aus den Trümmern geborenen Neubauten "im Wachsen". "Yes, yes, the German." Etwa so: Gib einem Deutschen einen rostigen Nagel und eine Zigarrenkiste voll Sand, und du wirst staunen, was er damit anfängt.
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Ja, er versteht allerlei von Hunden, der Kronprinz aus dem Wunderland. In Colombo, Celebes, Hongkong, New York, London, Paris und Den Haag wissen die Ausstellungsleiter ein Lied von seiner Kritik zu singen. Um so erfreulicher für Osnabrück ist die Tatsache, daß gerade die Zuchtstätte Preußenblut und der verdienstvolle Leiter Karl Dettmer sein Interesse in so starkem Maße fanden, daß der Kronprinz ungeachtet der weiten Reise von Karatschi nach Osnabrück kam, um hier die Stammtiere für seine Zucht in Pakistan zu erwerben. Es ist vielleicht ganz interessant, zu wissen, daß Kronprinz Ahmed Hussain vor, zwei Jahren in Osnabrück die Preußenbluthündin Xelle erwarb, und daß diese Hündin bereits zweimal das Championat von Pakistan errang.
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Oh, es kam noch viel mehr dabei heraus. Neben der Einladung des Besitzers von Preußenblut, Karl Dettmer, nach Pakistan wurde in den Stunden bis in die späte Nacht über manches gesprochen, was interssierte: daß Deutsche in Pakistan sehr willkommen sind, daß ein spezieller Trainer durch Vermittlung Karl Dettmers über das große Wasser gehen soll, um die besten Zuchttiere für Pakistan auszusuchen, daß in Karatschi um diese Zeit eine Hitze von 50 Grad im Schatten herrscht und daß die Prinzessin in London mit zwei kleinen Prinzen auf den Vater wartet. Ja, man erfuhr viel von der Höflichkeit, die dem Kronprinzen in Deutschland begegnet ist, von den zwei Schiffen die er kaufte, und von den Aufträgen an die Industrie, die er vergab; aber auch von bösen Menschen und Gangstermethoden. Am anderen Tag ist der Kronprinz von Pakistan dann wieder fortgefahren; so wie er gekommen, zwar beachtet, aber unerkannt. Er will bald wiederkommen. Original Zeitungsausschnitt
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Osnabrücker Schäferhundezucht hat Weltruf erlangt
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